Wie du deine Hände im Job geschickt einsetzt

Wie du deine Hände im Job geschickt einsetzt

Ob in Meetings und Besprechungen, während Empfängen und Vorträgen: Souverän zu wirken will gelernt sein. Insbesondere dann, wenn man neu in der Position ist und von den Kollegen neugierig oder als neue Führungskraft vielleicht sogar argwöhnisch beobachtet wird.

Vor allem eine Frage beschäftigt in unangenehmen Situationen nahezu jeden von uns: Wohin nur immer mit den Händen, um möglichst professionell zu wirken und sich etwaige Unsicherheit nicht anmerken zu lassen?

Diese Haltung deiner Hände solltest du unbedingt vermeiden

Die Hände flach auf der Tischplatte ablegen mit den Handflächen nach unten: Vermittelt übertriebe Dominanz und ein Festhalten an der Tischplatte, als würdest du versuchen die Kontrolle über die Situation zu behalten.

Die Hände in Gebetshaltung mit den Ellbogen senkrecht auf der Tischplatte abstellen: Schafft eine optische Barriere zum Gesprächspartner, wirkt passiv und ablehnend.

Das Ablegen der Hände in Gebetshaltung auf der Tischplatte: Wirkt passiv, als würdest du bewusst Informationen zurückhalten. Das schürt Misstrauen.

Eine Hand umklammert die andere: Vermittelt Unsicherheit bis hin zu Angst und lässt dich unehrlich wirken.

Die Hände in die Hüfte stemmen: Wirkt aggressiv – im Job selbstverständlich ausgeschlossen, unabhängig von deiner Position.

Die Hände in den Hosentaschen verschwinden lassen: Besonders für Männer sehr verlockend, aber absolut tabu, da ausgesprochen unhöflich. Dass die Kostüme und Ensembles der Damen oftmals über keine Taschen verfügen, ist in diesem Fall mehr Segen als Fluch.

Nun wissen wir also, was alles nicht erlaubt ist. Aber wohin denn nun mit den Händen? Welche Handhaltungen sind empfehlenswert?

 

Mit dieser Haltung deiner Hände kannst du so richtig punkten

Öffne die Hände und lege diese mit offener Handfläche locker auf dem Besprechungstisch. Mit dieser Haltung kannst du deine Gesprächspartner überzeugen und richtig punkten. Denn offene Handflächen zeugen von Ehrlichkeit und Loyalität und zeigen, dass du nichts zu verbergen hast.

Wenn du an keinem Besprechungs- oder Mittagstisch sitzt, kannst du die Hände locker auf dem Schoss ablegen. Dies bietet sich besonders bei bestuhlten Vorträgen oder Stuhlkreisen an. Sobald sich ein Tisch vor dir befindet, lass deine Hände gut sichtbar auf dem Tisch liegen. Denn wenn du deine Hände unter der Tischplatte versteckst, könnte man glatt vermuten, dass du unsicher bist oder etwas zu verbergen hast.

Achte auf eine ruhige und entspannte Handhaltung und hantiere keinesfalls mit Gegenständen herum. Die Hände gehören im Berufsumfeld weder ins Gesicht, noch solltest du mit deinen Haaren oder mit einem Stift spielen. Wenn ich selbst in Meetings besonders stark konzentriert und in Gedanken bin, drehe ich häufig unbewusst den Stift in der Hand: Dieses Verhalten habe ich auch schon häufiger bei anderen Kollegen beobachtet. Vermeide dies unbedingt, denn diese Geste kann schnell als unsicher oder gelangweilt fehlinterpretiert werden.

Du darfst deine Hände selbstverständlich benutzen um deinen eigenen Aussagen Nachdruck zu verleihen. Aber Vorsicht: Unterstreiche damit nur besonders wichtige Passagen deines Gesprächsbeitrags und gestikuliere nicht wild herum. Andernfalls wirkt das hektisch, unsicher und nervt deine Gesprächspartner.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Fingerspitzen locker aufeinander zu legen. Diese Denkerpose wirkt selbstbewusst und zeugt von Wissen. Du bist Young Professional oder frisch gebackene Führungskraft? Dann solltest du auf diese Geste verzichten: Erfahrenen Fach- und Führungskräften steht sie deutlich besser zu Gesicht.

Die Arme vor dem Oberkörper zu verschränken – hier scheiden sich die Geister: Die einen empfinden dies als ablehnende Haltung. Für die anderen wirkt sie selbstbewusst oder sie interpretieren sie als Geste des entspannten Zuhörens: Handelt es sich um eine wenig förmliche, ungezwungene Veranstaltung, in der du sich entspannt zurücklehnst, aber dem Vortrag aufmerksam folgst, ist also alles in Ordnung. Du solltest dabei jedoch keinesfalls die Hände gänzlich hinter den Armen verstecken. Andernfalls wirkt diese Geste ablehnend und verschlossen. Finde deinen eigenen Weg und beachte dabei unauffällig die Reaktionen deines Umfelds auf deine jeweilige Geste.

Praxistipp

Nimm zu zu jedem Termin Schreibzeug mit wie beispielsweise ein stilvolles, schlichtes Notizbuch in handlicher Größe sowie einen eleganten Stift wie zum Beispiel einen Füller. Du wirkst damit von Beginn an professionell, kompetent und bist jederzeit vorbereitet. Zudem kannst du dir während des Meetings oder Vortrags Notizen machen und hast vorbereitete Fragen griffbereit.

Der Clou: Die Hand, die das Notizbuchs hält, ist bereits gut aufgehoben und du läufst bereits 50 Prozent weniger Gefahr Unsinniges mit deinen Händen zu veranstalten. Die andere Hand bleibt außerdem bequem frei um beispielsweise Kollegen zu begrüßen.

Versuche bei Empfängen, bei denen ein Notizbuch unangebracht ist, folgenden Trick: Organisiere dir vor Ort zeitnah ein Getränk wie eine Kaffeetasse nebst Unterteller oder ein Glas Wasser: So hältst du mindestens eine Hand beschäftigt. Doch auch hier gilt: Kein nervöses Spielen und kein wildes Gestikulieren – ganz besonders dann, wenn du ein Getränk in der Hand hältst und unsicher bist.

Unterdrücke den Drang während des Meetings oder der Veranstaltung auf die Uhr zu sehen. Egal wie unauffällig die Geste ist, jemand kann dich dabei beobachten, dies als unhöflich erachten und dir Desinteresse unterstellen. Nutze lieber Pausen, um vor die Tür zu gehen und einen diskreten Blick auf die Uhr zu werfen.

Fazit

Sei dir in jeder Situation deiner Außenwirkung bewusst: Zeige in Meetings und Terminen deine Hände offen: Lass sie in entspannter, lockerer Handhaltung mit geöffneter Handfläche auf dem Tisch oder – sofern kein Tisch vorhanden ist – auf dem Schoss liegen. Gestikuliere nur sehr sparsam und niemals hektisch. Elegantes Schreibzeug sollte immer mit von der Partie sein: So wirkst du stets gut vorbereitet, souverän und deine Hände sind beschäftigt. Denk daran: Du wirst immer und überall beurteilt, egal, wie banal ein Termin auf den ersten Blick wirken mag.

 

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Deine

MonikaBeyerCoach

2018-07-12T15:30:23+00:00

About the Author:

Nach einem Unfall mit Mitte Zwanzig erhält Monika Beyer die Diagnose Berufsunfähigkeit. Ein Leben im Rollstuhl ist vorprogrammiert, doch dieses Schicksal akzeptiert sie nicht. Mit Ehrgeiz und Disziplin erkämpft sie ihre Gesundheit zurück. Es folgt eine bemerkenswerte persönliche und berufliche Entwicklung. Zehn Jahre später ist sie längst in den Beruf zurückgekehrt und erfolgreicher und glücklicher als je zuvor. Heute unterstützt sie mit Leidenschaft, Klarheit und Charisma andere Menschen dabei, beruflichen Erfolg zu realisieren und ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu leben.