Kennen Sie das? Sie gehen mit Kollegen zum Lunch. Ihre Kollegen wählen Pasta, Schnitzel & Co. Sie sind kurz versucht mitzuziehen, dann fällt es Ihnen wieder ein: Sie möchten doch endlich Gewicht verlieren! Okay, dann eben ein Salat. Und ein Wasser. Aber ein Großes!

Sie geben Ihre Bestellung auf und schockierte Augenpaar richten sich auf Sie. WIE – Sie essen nur SALAT?! Sie müssen doch was „Ordentliches“ essen, etwas das „satt“ macht! Sie können doch kein „Kollegenschwein“ sein und „Hasenfutter“ essen, während Ihre Kollegen eine Kohlenhydrat-Orgie feiern!

Doch, das können Sie. Und das müssen Sie auch, wenn Sie Ihre Ziele verwirklichen wollen. Denn ähnlich wie beim Geld trennt sich beim Thema Zielerreichung schnell die Spreu vom Weizen.

Das gilt übrigens für alle Arten von Zielen. Auch dann, wenn Sie eine Beförderung anstreben, sich mehr Budget-Verantwortung wünschen oder einfach nur Ihren Job künftig besser erledigen wollen.

Missgunst? Ihre Kollegen meinen das nicht so

Es gibt Leute, die Ihnen – bei was auch immer Sie vorhaben – auf der Bremse stehen. Die ALLES dafür tun, damit Sie bei ihrer persönlichen oder beruflichen Weiterentwicklung nicht vom Fleck kommen.

Unbewusst? NEIN. Unbeabsichtigt? NEIN. Die meinen das nicht so? OH DOCH!

Unabhängig davon, wie sehr Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen aufgrund ihrer menschlichen und fachlichen Eigenschaften schätzen – und sie Sie ebenfalls: Das Gefühl zurückzubleiben mag niemand. Das ist einfach nur menschlich.

Um beim Beispiel zu bleiben: Die meisten von uns möchten ein paar Kilos verlieren. Aber was dafür tun? Puh, das ist anstrengend.

Da müsste man sich frühmorgens oder abends noch aufs Laufband oder in die Kälte bewegen. Sein Leben umstellen. Ernährungstechnisch verzichten.

Das ist unbequem. Viel bequemer ist es, mittags wie immer die Pasta zu wählen. Oder das Schnitzel. Denn das Gehirn hat gelernt: Damit überlebt der Körper – und bisher lief es so, also mit der Pasta ja immer ganz gut.

Jetzt kommt da dieses Kollegenschwein und bestellt sich einfach Salat. Da zieht jemand genau das durch, woran man selbst immer wieder scheitert! Die kollektive Pasta-Schnitzel-Pizza-Entscheidung fühlt sich urplötzlich ziemlich miserabel an.

Was hätten Ihre Kollegen davon, Missgunst auszuleben?

Weil die meisten Menschen so ticken. Eigentlich mögen sie Sie ja ganz gern und schätzen Sie auch aufgrund Ihrer fachlichen Kompetenz. Sie wollen Ihnen an sich nicht zwingend Böses.

Doch wenn Sie den Salat bestellen statt der „Besser-nicht“-Gerichte, wecken Sie bei Ihren Kollegen das schlechte Gewissen. Sie sorgen dafür, dass sie sich in diesem Moment schlecht fühlen.

Also was werden sie tun? Ganz klar: Sie davon überzeugen, dass die kollektive Entscheidung die richtige ist. Entweder Sie bestellen sich ebenfalls das, was allgemein für gut befunden wurde. Oder Sie fühlst sich schlecht, da Sie sich proaktiv „gegen das Kollektiv“ und den Gruppenzwang stellen. In jedem Fall geht es Ihren Kollegen und ihrem Gewissen gleich um Längen besser.

Hand auf`s Herz: Sollten Sie sich von Ihren persönlichen oder beruflichen Zielen abbringen lassen, damit Ihre Kollegen sich temporär besser fühlen? Sie erahnen die Antwort: NEIN. Bloß nicht!

Schließlich möchten Sie sich persönlich, aber auch beruflich entwickeln. Alles, was Ihrer beruflichen Entwicklung im Weg steht, gilt es konsequent auszuschalten.

Ihre Kollegen strotzen vor Missgunst und Neid: Was tun?

Wie, ausgerechnet SIE dürfen früher heimgehen, während alle anderen heute Überstunden machen müssen? (Dass Sie die letzten sechs Wochen tagtäglich lange vor Ihren Kollegen ins Büro gekommen und erst Stunden nach ihnen gegangen bist, hat natürlich niemand gesehen.)

Weshalb bekommen ausgerechnet SIE eine Gehaltserhöhung? Oder eine Beförderung? Wieso spendiert man ausgerechnet IHNEN eine Fortbildung oder Business Coaching?

Es gibt viele Beispiele dafür, wie Kollegen ihre Missgunst und Ihren Neid im Job ausleben. Sicherlich kennen Sie noch einige Situationen mehr.

Es ist schon erstaunlich: Kaum bekunden Sie gegenüber einem Kollegen ein NEIN, wird die Sache erst recht interessant.

Sie sagen beispielsweise, dass Sie aktuell für XY keine Zeit haben. Plötzlich ist XY für Ihren Kollegen umso wichtiger: Die Sache duldet überhaupt keinen Aufschub mehr und muss SOFORT erledigt werden. Und wenn es nur das gemeinsame Mittagessen oder der Urlaubsbericht ist.

Lassen Sie sich jetzt bloß nicht unter Druck setzen! Sie merken, dass Kollegen Sie – bewusst oder unbewusst – sabotieren? Halten Sie sich fern von Ihnen.

Denn wenn Kollegen anfangen Sie aktiv zu nerven, steckt oft mehr dahinter. Erkennen Sie die Warnsignale früh und bleiben Sie weg.

Wie Sie sich vor Missgunst nachhaltig schützen

Faktisch können Sie sich vor Neid und Missgunst nicht dauerhaft schützen. Vor allem können Sie Ihre Mitmenschen nicht verändern. Aber Sie brauchen sich auch nicht manipulieren zu lassen, nur weil Ihre Kollegen vor Missgunst und Neid vergehen.

Wenn Sie wirklich persönliche und berufliche Entwicklung anstreben, müssen Sie zeitnah lernen, auch diese Form der Ablenkung zu erkennen und bewusst abzuschalten: Sie schaden Ihnen ebenso wie der ständige Blick aufs Smartphone oder zu lange Kaffeepausen.

Lassen Sie sich von Kollegen niemals mit schlechtem Gewissen, sozialem Druck und gesellschaftlichen Normen persönlich oder beruflich klein halten.

Und vor allem: Lassen Sie sich von Ihren Zielen und Vorhaben nicht abhalten. Niemals!

 

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